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Interview: Einblick in die Schaffenswelt einer Autorin

Hallo und Willkommen. Magst du dich vielleicht erst einmal vorstellen? Was gibt es zu deiner Person zu erzählen?

Ich bin Daniela und schreibe unter dem Pseudonym Schneeregen.
Früher habe ich online unter RainyYuki geschrieben. Als das mit dem Schreiben ernsthafter wurde, wollte ich gerne ein deutsches Pseudonym haben.
Da Rainy auf englisch regnerisch bdeutet und Yuki auf japanisch Schnee, wude dann daraus Schneeregen. Eigentlich mag ich keinen Schneeregen, lieber Schnee im Winter oder Regen im Sommer.
Ich studiere etwas mit Physik, was eigentlich überhaupt nichts mit Schreiben zu tun hat. Die einzige Verbindung zwischen meinem Hobby und meinem Studium ist die Kreativität. Für Physik muss man manchmal um die Ecke denken.


Wie lange schreibst du schon und wie bist du auf das Schreiben gekommen?

Ich schreibe seit über zehn Jahren. Genau kann ich das gar nicht sagen, da zwischen Schreibphasen oft lange Pausen von mehreren Jahren lagen. Meine ersten Ambitionen hatte ich mit elf.

Wobei die meiste …

Neue böse Wesen und so - Kapitel 19

 Vom Aufgeben und Hingeben
Emil rang nach Atem. Nur langsam kehrte er in die Realität zurück. Zurück in die eigene, verzwickte Situation, in der Hanna ihn mit einem Messer bedrohte und der komische Typ Cornelius einen Bolzen durch den Kopf jagen wollte, während Lilian verzweifelt dazwischen stand und nichts tun konnte, um beiden gleichzeitig zu helfen. Sein Körper fühlte sich immer noch ganz genommen an. Alles was er gerade gesehen und gefühlt hatte, hatte sich so real angefühlt. So als hätte er das alles selbst erlebt. Dass der Vampir ihn angegriffen hatte und die Schmerzen. Doch Emil wusste, das es nur eine Vision gewesen war, jedoch hatte er keine Ahnung, wie diese funktioniert hatte. Warum hatte er das gesehen? Und war er der einzige? Waren das Cornelius' Erinnerungen gewesen? In Lilians Augen sah er die Verwirrung, als wäre sie ebenfalls aus einem Traum erwacht und Emil wusste, dass auch sie es gesehen haben mussten. Der Junge musste ein starker Magier sein, wenn er so Erin…

Neue böse Wesen und so - Kapitel 18

Schmerzhafte Erinnerungen
Michas Lachen war ansteckend. Er drückte Cornelius‘ Hand fester, bevor sich ihre Blicke trafen. Ein flaues Gefühl ging Cornelius durch den Magen. Sein Herz schlug schneller. Jeder Moment dieses Tages war so angenehm leicht gewesen. Beinahe hatte Cornelius vergessen, dass er nicht in seinem eigenen Körper steckte, sondern in dem eines Mädchens. Seinem Ebenbild. War das der Moment? Cornelius versuchte in Michas Blick zu lesen, was er dachte. Sollte er ihn küssen? War das der richtige Zeitpunkt? Einige Zeit sahen sie sich einfach nur an, während Cornelius‘ Gedanken sich überschlugen. Wenn jetzt nicht der richtige Zeitpunkt war, wann dann? Doch Micha ging einige Schritte rückwärts zwischen die Häuser und nahm Cornelius an der Hand mit sich. „Ist das nicht etwas klischeehaft?“ Cornelius merkte, dass seine Stimme zitterte. Micha war stehen geblieben. Seine Augen glänzten im schwachen Licht. „Klischeehaft wäre es erst, wenn ich dich küsse.“
„Worauf wartest du dann no…

Neue böse Wesen und so - Kapitel 17

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Blutopfer

„Er ist nur immun gegen mich, weil er eine Abmachung mit einer Hexe hat. Doch die Abmachung ist an meinen Namensbund mit der Hexe gekoppelt. Wird der Bund aufgelöst, so erlischt auch die Abmachung.“
Lilians Worte, waren das erste, was Emil aus dem Raum hörte und er erstarrte.
„Ohne den Schutz des Zaubers wirken meine Kräfte wieder auf ihn. Ich würde ihm nie wieder nahe kommen können und ihn niemals mehr küssen können. Das ist es doch, was du willst? Aber dafür muss er nicht sterben!“
Emil durchzuckte es schmerzhaft. Der Bund war mit der Abmachung verknüpft? Aber warum? Wenn sie den Bund aufhob, würde sie – Er würde sie verlieren. Das tat Lilian nicht wirklich?!
Wie erstarrt blickte er einfach nur in die Dunkelheit vor sich. So viele Fragen waberten in seinem Kopf auf die er keine Antwort kannte. Er begriff nur zwei Dinge: Der Nekromant wollte ihn tot sehen und wenn er nichts unternahm, würde Cornelius an seiner Stelle sterben.
Auch wenn er keine Ahnung hatte, was dort drinnen da…

Neue böse Wesen und so - Kapitel 16

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Verrat

Das Lagerhaus lag etwas außerhalb der Stadt auf einem Gelände einer stillgelegten Firma. Das Firmenlogo war abgehangen worden, sodass nicht mehr zu erkennen war, was hier einmal hergestellt worden war.
Oberhalb der massiven Wände der Halle gab es Fenster, die teilweise durch Holzplatten ersetzt worden waren. Bei einigen hatte man sich sogar nicht einmal mehr die Mühe gemacht, die zerbrochenen Fenster zu verbarrikadieren und kleine Splitter vom vergilbten Glas lagen direkt darunter. Efeu hatte jahrelang auf den Backstein gewuchert und die Wand fast vollständig eingedeckt.
Die Halle schien vier Eingänge zu haben. Auf der Vorderseite ein eingerostetes Schiebetor, ein weiteres auf der rechten Seite und auf der Hinterseite zwei einfach Türen.
Emil, Cornelius und Ina knieten hinter einem wirren Gestrüpp von Ästen und Unkraut, dass vielleicht mal ein Busch gewesen war. Cornelius hatte Emils Aussehen angenommen und sogar Emil musste zugeben, dass die Illusion beinahe perfekt war. B…

Neue böse Wesen und so - Kapitel 15

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Langsame Leitung
Das Mädchen erhob sich von der Stufe und wartete bis Ina und Emil nahe genug waren. Cornelius trug immer noch Shorts und ein schwarzes T-Shirt, das ihm nun, wo der die Gestalt eines Mädchens hatte, deutlich zu groß erschien.
„Wer ist das?“, fragte Cornelius.
„Wer ist sie?“, fragte Ina fast gleichzeitig.
Die beiden Mädchen starrten sich an. Wahrscheinlich hatte Cornelius Angst, Ina dürfte nicht vom Übernatürlichen erfahren und Ina war wahrscheinlich einfach nur so misstrauisch, weil sie es konnte.
„Das ist Cornelius“ Emil zeigte auf Cornelius und danach auf Ina. „Und das ist Ina. Sie weiß von dem ganzen Seherzuegs und ich bin sie einfach nur nicht losgeworden.“
„Hey!“ Ina boxte Emil leicht in den Arm. „Du kannst froh sein, dass ich -“ Sie unterbrach sich selbst. „Cornelius? Emil, ich weiß, dass du damit Probleme hast. Aber das ist eindeutig ein Mädchen.“
„Gestaltwandler“, korrigierte Cornelius sie und Ina klappte erst der Mund auf, dann lief sie rosa an.
„W…

Lieber Empfänger...

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Lange nichts von mir gehört. Aber ich lebe noch! Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ich habe dieses Jahr mal wieder am animexx Fanfiction-Adventskalender teilgenommen und eine Geschichte zum Thema "Weihnachtskarten" verfasst. Es ist eine sehr spontane Geschichte geworden, die ich möglichst schnell fertig kriegen musste. Gerade vor Weihnachten hat man einfach keine Zeit und dann fang ich ja auch immer noch alles auf die letzte Minute an...
Dennoch geht es dieses Jahr mal nicht um Stress, sondern mal wieder um etwas schönes zur Weihnachtszeit.

Eines Tages fällt dem Wichtel bei der Weihnachtspost ein Brief ohne Adressat in die Hände. Sowas sollte eigentlich nicht passieren. Doch anstatt den Brief zurückzuschicken, packte den Wichtel die Neugierde. 



Lieber Empfänger...


Pakete und Briefe rauschten durcheinander über Fließbänder. Ich schaute ihnen nach, bevor sie in hinter Vorhängen in der Abfertigungshalle verschwanden.
Die ganze Halle über mir war voll von Bä…

Neue böse Wesen und so - Kapitel 14

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Eine große Hilfe
Gib Emil das Handy.
Der Text stand auf den Display so deutlich, als wäre er in Stein gemeißelt. Im ersten Moment dachte Emil, es sei ein Trick, als plötzlich das Handy erneut „plopte“ und ein weiterer Text darunter erschien.
Ich habe deine Freundin
Ina beugte sich nach vorne über das Handy. „Welche Freundin? Das muss ein Fehler sein. Ich bin doch hier!“
Lilian, stellte das Handy klar. Das Teil hat die Nachricht zu früh abgeschickt!
Immer noch starrte Emil das Handy an. Das konnte nur ein blöder Trick sein. Lilian war niemand der sich entführen ließ. Außerdem war es unmöglich, dass jemand wissen konnte, dass Emil gerade hier war. Außer-
„Ein Seher“, murmelte Emil.
„So wie Martin einer ist?“
„Aber warum behauptet er Lilian zu haben?“ Noch bevor Emil die Frage ausgesprochen hatte, formte sich die Antwort in seinem Kopf. „Der Nekromant ist ein Seher.“